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January 30, 2006

Die EU-Verfassung ist wichtig für die Zukunft Europas!

Vor kurzer Zeit wurde die EU-Verfassung abgelehnt. Diese Verfassung ist eine wichtige und unumgängliche Sache für Europa. Jedoch wird die Bevölkerung ciel zu wenig informiert! Ein Großteil der Menschen weiß nicht, womit sich die EU-Verfassung befasst und steht ihr deshalb kritisch gegenüber. Es ist leider ein Faktum, dass sich viele Menschen nicht darüber informieren. Deshalb glauben wir, dass es wichtig ist, dass die EU den Menschen entgegenkommt und sie über die Wichtigkeit einer Verfassung aufklärt. Dies ist ein guter Schritt für eine gemeinsames Europa.


Philipp, Andreas, Martin und Patrick
(VBS-HAKIII Schoenborngasse)

Wie wird die Zuwanderung bewältigt?

Durch den Beitritt der Türkei in die EU befürchten EU-Bürger eine höhere Zuwanderung.
Die Bevölkerung befürchtet duirch die Zuwanderung, dass es weniger Arbeitsplätze und Bildungsplätze gibt.
Das Verhältnis zwischen der Lohnerhöhung und der Preiserhöhung sollte angepasst werden.

Tatjana, Slavica, Ivanka und Alev
(VBS-HAKIII Schoenborngasse)

Sorge um Arbeits- und Studienplätze

Wir Maturanten machen uns große Sorgen um unsere zukünftigen Arbeitsplätze, daher fordern wir die Minister auf, sich für die Jugendlichen in Europa mehr einzusetzten. Wir wünschen uns, dass jeder EU-Bürger, der in ein anderes europäisches Land gezogen ist, dort vollständig anerkannt wird und eine gute Lebensqualität hat. Jeder Österreicher sollte das Vorrecht auf einen Studienplatz auf den österreichischen UNI's haben.

Andrea, Sonja, Tugba und Beyza
(VBS-HAKIII Schoenborngasse)

Die Zukunft Europas

Liebe europäische Mitbürger,
die Zukunft Europas ist Ihre Zukunft, und Ihre Zukunft ist die Zukunft Europas.

Ihre Mitwirkung eröffnet Ihnen eine hervorragende Gelegenheit, Ihre Visionen und Wünsche für die Zukunft Europas zum Ausdruck zu bringen und zugleich etwas über die Visionen Ihrer europäischen Mitbürger zu erfahren. Welche Normen und Werte sollten unsere Lebensweise bestimmen? Welche übergeordneten Ziele sollten für die Zusammenarbeit in der Europäischen Union festgelegt werden? In welchen Bereichen sollte auf europäischer Ebene zusammengearbeitet werden, in welchen nicht?

Wie bewahren wir am besten unsere Liebe und Hingabe für unser Land und entwickeln zugleich gemeinsame Ziele, eine gemeinsame Identität und einen gemeinsamen Rahmen für gemeinsames Handeln? Die Frage ist: Wie wollen wir Europäer sein, und wie wollen wir es nicht sein?

Ganz gleich, ob Sie aus den EU-Mitgliedstaaten oder aus den Beitrittsländern, die bald in der Union zu sein hoffen, oder aus anderen europäischen Ländern kommen: Sie alle sind Teil Europas. Und Sie nehmen nun an einem aufregenden Prozess teil, in dessen Zuge die Grundlage für ein ganzes Europa geschaffen wird - für ein einziges Europa. Ein Europa, das nie mehr geteilt werden darf. Was in einem Teil von Europa geschieht, sollte niemals wieder von den Geschehnissen in einem anderen Teil getrennt sein.

Gestatten Sie mir, Ihnen meine Vision unseres künftigen Europas zu schildern: Es sollte ein Europa sein, in dem die Kriegsangst gebannt ist. Es sollte ein Europa sein, in dem man sicher leben kann. Ein Gemeinwesen auf der Grundlage von Demokratie und der Achtung der Menschenrechte. Ein Ort, an dem alle von zunehmendem Wachstum und Wohlstand profitieren - einschließlich unserer Partnerländer in der dritten Welt.

Es sollte auch ein Europa sein, das seine Rolle gegenüber der restlichen Welt wahrnimmt. Ein Europa, das seiner Verantwortung gerecht wird. Ein Europa, das über die notwendigen Mittel verfügt, um erforderlichenfalls Krisen und Konflikte beizulegen. Ein Europa, das bei der Bekämpfung von Armut und Hunger eine führende Rolle übernimmt. Ein Europa mit offenen Märkten, wenn schon nicht mit offenen Grenzen.

Darüber hinaus müssen sich die Bürger dessen bewusst sein, dass die EU Teil ihres täglichen Lebens ist. Sie müssen ihre Funktionsweise kennen. Dazu ist ein kontinuierlicher Dialog zwischen Bürgern und Politikern über die laufenden Geschehnisse in der EU erforderlich. Offenheit und Transparenz müssen verbessert werden. Zu wenige Menschen wissen etwas über die Tätigkeit der Union. Dieses fehlende Wissen führt zu Frustration und mangelndem Vertrauen.

Mein Wunsch ist es, dass sich Europa auf die wesentlichen Dinge konzentriert, auf Fragen, die die Mitgliedstaaten nicht selbst lösen können. Dies bedeutet weitgehend grenzübergreifende Probleme wie z. B. Außen- und Sicherheitspolitik, Handel, Asylpolitik, internationale Kriminalität, Umwelt und Nahrungsmittelsicherheit.

Die Mitgliedstaaten sollten weiterhin für die Politik in den Bereichen Einkommensverteilung und Beibehaltung oder Verbesserung der Sozialleistungen zuständig sein. Dies bedeutet ein Europa, das in einigen Bereichen weniger und in anderen mehr Aufgaben wahrnimmt als heute. Europa sollte zugleich schlanker und schlagkräftiger werden. Das Subsidiaritätsprinzip sollte in höherem Maße angewendet werden, als dies gegenwärtig der Fall ist.
Die Zuständigkeiten der EU und der Mitgliedstaaten sollten ebenfalls klarer geregelt werden. Ein Großteil der Kritik an der EU rührt daher, dass es überaus schwierig ist herauszufinden, wer wofür zuständig ist. Dies muss künftig verbessert werden.

Meine lieben jungen, europäischen Mitbürger,
fragen wir uns nicht nur, was Europa für uns und für unser Land leisten kann. Fragen wir uns stattdessen, was Europa leisten kann, um Frieden, Wohlstand und großzügige Freiheit für künftige Generationen auf dem gesamten Kontinent zu bewahren
. Verwandeln wir Europa nach dem Vorbild der Fußballmeisterschaften in einen Kontinent des friedlichen Wettbewerbs. Die Globalisierung ist nicht das Problem, sondern die Lösung. Lassen wir unsere Studenten, Wissenschaftler, Experten und Künstler wie in der Champions League gemeinsam in Wettstreit treten.

Machen wir Europa so kreativ wie Zidane, modern und solide wie Nokia, poetisch und leidenschaftlich wie Shakespeare. Sorgen wir dafür, dass alle, Alt und Jung, Gelehrte und Laien, Europa in derselben Weise verstehen können wie die Märchen von Hans Christian Andersen. Seien wir weise und besonnen wie Plato. Nutzen wir unser gesamtes nationales Erbe zum Vorteil aller. Seien wir national und europäisch zugleich.

Mit herzlichen Grüßen

Otto Pirzl

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